Kategorien
FASHION

Winter Update

Fashion Update Autumn/Winter 2025

Illustrations: Nic Moeckel

Kategorien
FASHION

Grunge+Glory 2.0

Grunge and Glory 2.0

Photographer: Stephan Ziehen
Styling: Daniel Blechman
Styling-Assistant: Nike Herbon
Hair: Jesus Rodriguez@ORIBE
Make-Up: Tülin Cloer
Models: Jelena@Her Management
Eme@M4models

Kategorien
FASHION

Kampagnen Flaute

Kampagnen Flaute
Words: Stephan Ziehen

Was ist nur los mit den Modekampagnen? Es wird immer öder, was sich die großen Labels in letzter Zeit einfallen lassen, um ihre Kundschaft zu locken. Wo früher mit tollen Inszenierungen, aufwändigen Sets und beeindruckenden Locations geworben wurde, sieht man mittlerweile nur noch öde Studio-Produktionen mit einfarbigen (gerne weiß oder grau) Hintergründen. Das, was sich früher Kampagne nannte, wird zu einem Lookbook mit besseren Modellen oder Celebrities. Top Photographen wie David Sims, Mario Sorrenti etc. könnten eigentlich von No-Name Photographen oder KI ersetzt werden, wenn das so weitergeht. Es gibt keine Visionen mehr und dabei ist es egal, ob das ganze digital oder gedruckt stattfindet. Gähnende Langeweile überall. Ich weiß nicht, ob es am Geld liegt oder an der desinteressierten Klientel, dass mittlerweile alles wie ein mittelklassiger Onlinestore aussieht. Wollen wir nicht mehr verzaubert werden, ist es uns egal, wie wir umworben werden? Reicht uns das, so wie es ist? Das wäre sehr traurig! Klar ich verstehe, dass Mode immer eine Reflexion auf die Zeit ist und so gesehen, ist es vielleicht verständlich, dass wir nur klare, simple Werbung zu sehen bekommen, nichts Umständliches, nichts Überinszeniertes etc.. Das Leben ist schon kompliziert genug. Aber, dass es derart lahm wird, ist wirklich traurig. Selbst so einfache Stilmittel wie spezielles Licht, besondere Looks von Farbigkeit und ähnlichem sieht man so gut wie gar nicht mehr. Paradebeispiele sind die aktuellen Kampagnen von Fendi, Louis Vuitton, Isabel Marant und Dior. Zu Tode gequälte Langweile, wo man hinschaut! Selbst so schwer messbare Dinge wie ein gewisser „Coolness Faktor“, der sich manchmal durch eine merkwürdige Pose, grundsätzliche Anti-Haltung oder Nicht-Inszenierung ausdrückt, ist kaum sichtbar. Alles mehr oder weniger helle und gut ausgeleuchtete Bilder in nachvollziehbaren Posen mit sehr gut sichtbaren Klamotten.
Es gibt zwar ein paar Lichtblicke, wo man sich die Mühe gemacht hat kleine Sets zu bauen oder interessante Hintergründe zu finden. Aber leider wird es gleich wieder zunichte gemacht durch Posen, die schlimmer sind als in jedem billigen Versandhauskatalog. Handtaschen, die so ordinär in die Kamera gehalten werden, damit jedem klar wird, wie verzweifelt man dieses Produkt an die Kundin bringen möchte. Wahrscheinlich der Traum eines jeden Produktmanagers oder Marketingleiters. Aber für uns Konsumenten nicht so toll! Denn die wichtigsten Informationen über die Produkte holen wir uns eh woanders. Aber wenn wir weiterhin bereit sein sollen, mehr Geld für Prada, Dior und Co. auszugeben, muss auch das Image entsprechend gepflegt werden. Und da reicht nicht eine Show in Shanghai, Barcelona oder Rio de Janeiro alle halbe Jahre, wo eh nur eine Handvoll Celebrities, Influencer und die dreieinhalb verbliebenen wichtigen Moderedakteure anwesenden sind. Auch wir, die den Kram am Ende bezahlen sollen, wollen mitgepflegt werden und sei es durch die schöne Illusion, bei einer interessanten, verrückten, coolen und vor allem besonderen Marken dabei zu sein. Wenn das gelingen soll, muss aber etwas mehr passieren als das, was da gerade geboten wird. Man hat das Gefühl, die Kauf-Flaute in der Mode ist hausgemacht. Die Geschäfte laufen schlecht, also sparen sie bei den Kampagnen. Aber gerade das Lustvolle, Überschwängliche und Leichtlebige regen uns doch an, uns jede Saison neu in die Mode zu verlieben. Mode ist keine Zahnbürste, kein 0815 Sachgegenstand, der dank rationaler Argumente verkauft wird. Mode ist Emotion und Verführung und mit diesen Mitteln sollte sie auch beworben werden! Also bitte!

Kategorien
FASHION

Dark Poetism

Dark Poetism

Photographer: Stephan Ziehen
Styling: Daniel Blechman
Styling Assistant: Nike Herbon
Hair: Jesus Rodriguez@Oribe
Make-Up: Mai Anh Rudolph@Liga Nord
Model: Jiarun@Mirrrs Models

 

 

Kategorien
FASHION

The Impossibles

The Impossibles

Photographer: Stephan Ziehen
Hair: Alexander Dinter using La Biosthetiqe
Make-Up: Christian Fritzenwanker using La Biosthetiqe
Hair & Make-up Assistant: Christina Oesterhaus
Styling: Katja Pavlovič
Models: Christopher C. @Viva Models
Hannah Dillmann@Iconic Management
Ethyce@Iconic Management
Haek@Take 3 Management
Yonatan@Izaio Management

Kategorien
FASHION

Fresh Spring looks

A Fresh look on fashion -Spring 2025

Illustrations: Kimiya Justus

Kategorien
FASHION

Slippery when wet

Slippery when wet
Vintage swim trunks rediscovered

Photographer: Stephan Ziehen
Styling: Ronald Becker
Grooming: Maria Pilar@Kult Artists
Skin: DIOR – Multi-use Foundation Stick (2N + 6N )
SANTAVERDE – extra rich beauty elixir
WELEDA-Massage Öl
HAIR: ORIBE -Gold Lust Nourishing Hair Oil & Apres Beach Wave and Shine Spray

Models: Lucas E.@Kult Models + Lucas@Model Management

Kategorien
FASHION

SF1OG

SF1OG – Backstage
1.Februar 2025 – Berlin, Halle am Berghain

Ich habe mich immer schwer getan mit der Berliner Fashionweek. Irgendwie haben Berlin und seine Designer es bisher nicht geschafft, sich modisch so zu präsentieren, wie es Paris, Mailand und London tun. Entweder waren die Sachen zu gebastelt und verkünstelt oder sie waren zu mainstreamig und kommerziell. Es scheint immer zu wenig Geld da gewesen zu sein und mit dem wenigen wurde dann häufig das Falsche gemacht. Immer waren nur B- und C-Celebrities und Models am Start, immer gab es ein Schuhproblem und immer hatte man das Gefühl, es sei alles unangenehm provinziell – dabei propagieren alle immer das Gegenteil.
Selten gab es eine Verbindung zwischen der Stadt, der Mode und deren Macher. Kaum einer hat es geschafft, den Spirit der Stadt, die Subkultur und den Underground, die Clubszene und ihre Diversität in Mode zu übersetzen. Daher wirken auch bisher so viele Berliner Designer so identitätslos. Entweder versuchte man so wie Paris und Mailand zu sein, nur war man in allen Bereichen viel, viel schlechter. Oder man war so experimentell, wie die Abschlussklasse einer schlechten Modeschule, aber mit Berliner Underground Charme. Eine gelungene Synthese gab es nicht. Bisher. Bis vor ca. zweieinhalb Jahren das Label SF1OG (Seitenflügel 1. Obergeschoss – die Location wo alles begann) auf der Bildfläche erschien. Und die machten auf einmal vieles anders und endlich richtig.
Selten habe ich eine so gelungene Verbindung zwischen den vielen Aspekten, die Berlin ausmachen, so komprimiert in einer Show bzw. Kollektion erlebt, wie in ihrer aktuellen AW 2025 Kollektion. Die beiden Macher Rosa Marga Dahl und Jacob Langemeyer verstehen es, ihre Mode so zu gestalten, dass sich die Stadt, die Jugend, der Zeitgeist und sie selbst darin wiederfinden können. Die Sachen sind zum Teil upgecyclet, das Casting unangestrengt divers und die Location im der Halle am Berghain – der Wahnsinn. Selbst die Schuhe waren richtig … customized Chucks. Alles wirkt wie aus einem Guss und diese Selbstverständlichkeit überstrahlt auch kleine Mängel im Design, weil es keine Rolle spielt, ob die Jacke so oder der Kragen so gestaltet ist. Man möchte einfach Teil der SF1OG “Armee” sein – Uniformen war die Inspiration der Show: Uniforms have always had a presence in the music scenes that shaped us—rock and indie bands reimagined them as symbols of rebellion and individuality. That intersection of structure and self-expression became the foundation for this collection, where we sought to bridge the nostalgia of youth with historical references, creating something modern and meaningful.”
Man möchte sich verlieren in diesem Kosmos der Freiheit, den dieses Label ausstrahlt. Kann sein, dass sich das im Laufe der Jahre verändern wird und sie irgendwann aus dem Seitenflügel in die Beletage ziehen. Vermutlich wenn sich ihre Business- und Lebenssituation verändert hat. Wer weiß, vielleicht wollen wir dann auch noch dabei sein!
Im Moment sind sie das einzige Label der Stadt, das es schafft, das Essenzielle Berlins in Mode zu übersetzen!

SF1OG 
Designer:Rosa Marga Dahl
Brand Manager:Jacob Langemeyer
Styling: Léon C. Romeike
Head of Make-Up:Leana Ardeleanu
Head of Hair: Jesus Rodriguez for Oribe
Casting: Kyra Sophie
Location: Halle am Berghain

Kategorien
FASHION

Shades of an…

Danny Reinke

Im Rahmen der Berliner Fashion Week und der „Collectiv Four “ waren wir bei der

Show von Danny Reinke. Wenige Tage danach, haben wir ihn zum Interview

getroffen. Mit einem steilen Kopfsprung tauchen wir direkt in diese besondere

Stimmung einer Fashion Week ein, in den Glam, die Hektik, die Erwartungen und

Enttäuschungen, die Anspannung und Erleichterung, die Angst und das Glück.

Cyte: Hi Danny, gleich ans Eingemachte: wie ist das Feedback nach der Show? Wie

bist du rausgegangen aus dieser Woche?

Danny: Ich bin total froh und ich bin auch stolz auf das, was ich mache. Denn alles,

was dahintersteckt, das weiß und sieht ja niemand. Das wissen nur ich und mein

Geschäftspartner, außerdem Familie und Freunde, die mich jede Saison begleiten.

Dass ich der Einzige bin, der diese Kollektion näht, ich hatte zwei Praktikanten in

dieser Saison, das weiß da draußen sonst niemand. Das weißt du jetzt, weil ich es

dir gerade erzähle, aber da steckt so viel Handwerk drin, so viel Liebe, so viel

Schweiß, Blut und Tränen …. Und ja, das ist mein täglich Brot und deswegen, klar,

bin ich stolz drauf. Die Tagespresse hat sehr mäßig berichtet, die Fashion Week ist leider in der Berichterstattung etwas hinten runtergefallen. Viele beschweren sich immer über die Berlin Fashion Weeks, den Fashion Circus, und es ist ja alles nicht groß, nicht glamourös, nicht außenwirksam genug und so weiter. Aber da meiner Meinung nach nicht ausreichend berichtet wird und damit auch die Wertschätzung von außen nicht gegeben ist, kann das gar nicht höher gehen. Der wenige Support und die damit ausbleibende Relevanz erschwert uns das gesamte Business. Dazu kommt, dass diese Saison von vornherein schwierig war. Durch die angespannte Welt- und Wirtschaftslage waren viele Unternehmen verhalten und wollten keine großen Kooperationen mit uns eingehen. Die aktuelle Lage gab uns zwar die Motivation unsere Plattform jetzt mal politisch zu nutzen, aber leichter hat es uns das nicht gemacht.

Cyte: Und am Ende, wenn die Kollektion dann draußen ist, lässt du in einer kleineren

Stückzahl Sachen irgendwo anfertigen oder wird alles auf Bestellung gemacht?

Danny: Alles auf Bestellung.

Cyte: Das lässt du dann machen oder machst du es selbst?

Danny: Das kommt ganz drauf an. Wenn ich die Zeit habe, dann mache ich das

schon alles selbst. Bei Stücken, die keine komplizierteren und aufwändigeren

Schnitte haben und wenn die Stückzahl über meine Zeit hinaus geht, dann lasse ich

Teile von meiner Schneiderin hier in Berlin machen. Bei ihr kann ich sicher sein,

dass die Qualität stimmt. Sie weiß, wie sie Stoffe und Schnitte zu verarbeiten hat.

Aber für die Show, die ganzen Bühnenoutfits, die mache ich alle selbst.

Cyte: Wie wird es, wenn die Anfragen jetzt verstärkt reinkommen, du gegebenenfalls

Dein Atelier vergrößerst – unabhängig von Deiner Zeit, ist es Dein Anspruch, die

Stücke selbst anzufertigen? Weiterhin rein auf Bestellung zu fertigen? Oder reizt

Dich ein prêt-à-porter-Modell?

Danny: Eine Mischung wäre gut. Ich meine, wir haben alle verlernt, uns Kleidung

anfertigen zu lassen. Früher war das gang und gäbe, da gab es den Dorfschneider,

jeder hat sich bei ihm seine Hosen und seine Röcke machen lassen. Spätestens

durch den Aufschwung von fast fashion haben wir das alle verloren. Unser

Konsumverhalten hat sich komplett verändert. Und unsere Gesellschaft erstmal

wieder dorthin zurückzubringen, dauert Ewigkeiten, wenn das überhaupt jemals

wieder in diese richtige Richtung geht.

Ich meine, ich merke es bei meinen Kundinnen und Kunden. Sie haben den

Anspruch und wünschen sich dieses spezielle Erlebnis der Individualität, der

Anfertigung auf Bestellung. Aber für ganz, ganz viele ist nicht vorstellbar, welcher

Aufwand dahintersteckt, dass es Zeit braucht. Und deswegen muss es auf lange

Sicht eine Mischung geben. Also es muss kleine Stückzahlen im Shop geben, die

man direkt verkaufen kann und die Maßanfertigung, bei der die

Kundin die full experience genießen kann.

Für mich funktioniert es nur so, in diesem Mix. Ich komme vom Handwerk, ich gebe

das Handwerk nicht so einfach auf, nur weil es um Geld geht.

Ich möchte das Handwerk in Deutschland nach wie vor stärken. Zwar werden wir im

Ausland für unsere Qualität gelobt, für unser Schneiderhandwerk. Dennoch habe ich

das Gefühl, dass es hier in Deutschland kaum noch existiert. Mir ist wichtig, es am

Leben zu halten, darauf hinzuweisen, wie wertvoll das ist.

Cyte: Denkst Du darüber nach die Show-Location zu wechseln? Es wirkt so, als

würdest du hier gegen Windmühlen kämpfen. Mir ist klar, dass man in Paris oder

sonst wo nicht zwingend offene Türen einrennt, aber zumindest gibt es da Leute, die

das Handwerk noch zu schätzen wissen und entsprechend auch kaufen.

Danny: Ja, auf jeden Fall.

Cyte: Auch wenn es der vermutlich längere Weg ist, man einen längeren Atem

braucht? Passen würde es, die Qualität der Sachen, die du machst, ist sichtbar

hochwertig.

Danny: Ja, aber ich will auch jeden Abend noch in den Spiegel gucken können,

bevor ich schlafen gehe.

Ich habe meine Prinzipien und von denen lasse ich auch nicht so schnell ab. Ich

weiß, wohin ich möchte, ich weiß, wer ich bin, ich weiß, was ich kann. Dass ich dadurch

auch mal nicht gefalle, gehört dazu und macht eine diverse Modelandschaft

aus. Und ich meine, es ist für jeden in der Branche, oder es sollte zumindest für jeden in

der Branche irgendwie Platz sein, auch für mich.

2009 habe ich angefangen, Modedesign zu studieren und da waren noch alle da.

McQueen, Galliano damals für Dior und so weiter und so fort. Das sind meine

großen Heroes gewesen, deswegen mache ich die Mode, die ich heute mache,

aufgrund deren Inszenierung.

Wenn man bei uns im Studio ist, gibt es ein riesengroßes Motivationsbord an der

Wand, wo du gefühlt nur Arbeiten von McQueen und Galliano siehst, weil

sie für mich so krasse Visionäre sind.

Cyte: Was sind deine nächsten Pläne.

Danny: Ich bin gedanklich schon an der neuen Kollektion dran. Die Fashion Week

wurde zwei Wochen nach vorne verlegt, das heißt, es fehlen zwei Wochen.

Zwei Wochen sind für mich, der alles selbst macht, sehr viel. Deswegen habe ich

schon ein bisschen Hummeln im Hintern und will relativ zügig mit den

Kollektionsteilen anfangen. Allein die Recherche-Phase nimmt recht viel Zeit ein, bis

die richtigen Stoffe gefunden sind etc..

Cyte: Wo bekommst du die Stoffe her?

Danny: Ganz, ganz unterschiedlich. Überwiegend aus Europa, also viel aus Italien

und Frankreich. Natürlich gibt es auch hier in Berlin ein, zwei Händler, bei denen

man leftover fabrics noch dazu nehmen kann. Aber ich muss immer im Hinterkopf

behalten, dass ich die Bestellungen auch mit den entsprechenden Stoffen

aufgearbeitet bekomme, daher ist es ein stetiges Abwägen, woher welche Stoffe und

wieviel je Variante notwendig sein wird. Hinzukommt unser hohes

Nachhaltigkeitsgebot, das uns leitet, an das wir uns streng halten. Diese Saison

habe ich zum Beispiel wieder mit einer Textildesignerin zusammengearbeitet, die für

uns Stoffe anfertigt. Es gibt in der neuen Kollektion einen weiß-schwarzen Mantel,

den wir zusammen gemacht haben, den hat sie aus allen Reststücken gefilzt.

Cyte: Nach der Show ist vor der Show – würdest Du lieber in längeren Zirkeln

arbeiten, hättest du gerne mehr Zeit für Kollektionen?

Danny: Auf der einen Seite ist es gut, wenn man nur eine fest definierte und damit

knapp bemessene Zeit für die Kollektionen hat. Sonst zieht sich der Prozess ewig.

Letztlich aber ist für mich eine Kollektion nie fertig. Ich kann sie immer weiterspielen,

weiterspielen, weiterspielen. Deswegen ist es für mich gut, dass es eine Deadline

gibt. Auf der anderen Seite, ja, fällt die Kreativität manchmal hinten runter und mit

mehr Zeit, denke ich, könnten wir noch extremere Sachen machen oder wir könnten

noch schönere Sachen machen.

Ich will mich aber nicht beschweren. Gerade arbeiten wir in der 17. Saison. Man

kennt das, die Routine ist da und man weiß, es geht vorwärts. Man muss aber auf

sich achten und das tiefe Loch, das sich nach einer Show auftut, verstehen zu

umgehen bzw. lernen, wie man da heil wieder rauskommt. Die meisten kennen das

wohl.

Cyte: Das ist immer diese wahnsinnige Anspannung und dann macht es Puff und

nach 20 Minuten ist das Ganze vorbei.

Danny: Absolut. Ich liebe aber die Zeit danach, weil diese ganze Last auf einmal

abfällt und man in diesem Moment einfach frei ist. In dem Moment warten keine

weiteren Aufgaben. Man weiß in diesem Moment, man hat diesen Meilenstein wieder

geschafft und jetzt kann man ihn genießen. Am Tag danach geht es wieder weiter.

Und auch das ist genau richtig.

Cyte: Ist denn beim nächsten Mal nochmal Collective Four angesagt?

Danny: Ja, das Format ermöglicht es uns, weiterhin auf der Fashion Week präsent zu

sein. Collective Four ist ja nicht nur eine Zweckgemeinschaft. Wir tauschen

uns viel aus, lernen voneinander, sind befreundet und versuchen Synergien zu

nutzen. Das ist in der Modebranche auch nicht immer der Fall. Diese Saison

war, wie bereits erwähnt, nicht sehr einfach. Die Sommersaison sieht aber jetzt

bereits rosiger aus, für uns alle. Wir konnten bereits ein paar Sponsoren für

uns gewinnen.

Cyte: Lieber Danny, vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!

Photographer: Winston Sussens
Hair & Make-Up: Sonja Shenouda
HMU Assistant: Mariam Gissokho
Styling: Merret Sophia Azeeza Fuxius

Models: Salem Aida@Izaio Model Management
Ibrahim Thiaw@Indeed Models
Studio: Velt Studio

Outfits: Danny Reinke 
Headpieces: Gamma Sky
Shoes: Maison Baum & Zara

Kategorien
FASHION

Helmut Lang Archive

„Helmut Lang Archive“

Photographer: Stephan Ziehen

Styling: Jörg Struth

H+M: Mai Anh Rudolph@Liga Nord

Model: Luna-@M4model

Emilia@Model Management